Freilebende Tiere sind mit ihren natürlichen Ressourcen zufrieden. Haben sie ihre Fähigkeiten irgendwann voll ausgebildet und an die äußeren Umstände angepasst, leben sie diese einfach und sehen keinen Sinn darin, sich immer weiter optimieren zu wollen. Sie genießen es, zu sein wie sie sind und was gerade ist.

Auch Hunde haben die Fähigkeit, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind. Sie führen keinen Krieg gegen sich selbst oder die Wirklichkeit. Nur in Menschenhand werden sie gezwungen, Normen zu erfüllen, die häufig nicht ihrer Natur entsprechen. Der Kampf eines Menschen gegen den Jagdtrieb eines Jagdhundes ist Krieg. Der Kampf gegen den Schutztrieb eines Herdenschutzhundes oder den Hütetrieb eines Hütehundes ebenso. Sich gegen seine eigen Natur zu verhalten, beschädigt. Hunde wie Menschen. So sind Hunde oft Abbilder unserer selbst, wenn sie Beschädigungen ausdrücken.

 

Was bisher weniger bekannt ist: Hunde sind ein ehrlicher Spiegel, wenn wir uns wagen, hin zu sehen.
Als Spiegel kann ein Hund zum Beispiel die zurück gehaltene Wut eines Menschen durch eigene Aggression ausdrücken. Der Mensch beginnt dann jedoch häufig die Aggression des Hundes (im selben Maß wie die eigene verdrängte Wut) zu bekämpfen und erkennt nicht die Chance des Spiegels. Im Gegenteil: Häufig entstehen Projektionen des Menschen und der Spiegel des Hundes erzeugt Angst, Ohnmacht und somit neue (innerlich abgewehrte) Aggression. Die Hunde, die aus diesem Grund ein aggressives Verhalten zeigen, rütteln nach meiner Praxiserfahrung für gewöhnlich so lange an ihren Menschen - bis sich diese ihren eigenen Themen stellen und z.B. die innere Wut anerkennen, ausdrücken und gehen lassen können. Das verändert das Verhalten des Hundes oft auf verblüffende Weise. 

In einem meiner Seelenkompass-Seminare kam eine junge Frau zu mir, deren Hund sie "wahnsinnig" machte, wie sie sagte, weil er mit nichts aufhören konnte, was er tat. Alles wurde sofort zur Obsession. Die junge Frau selbst wirkte äußerlich erstarrt und statisch. Nichts an ihr bewegte sich im Zusammenspiel mit dem Rest des Körpers. Ich bat den Hund am 1. Tag (über den Kanal der mentalen Kommunikation), an mich abzugeben, damit ich in der kommenden Zeit die junge Frau unterstützen kann. (Ich schickte ihm dazu Bilder von meinem Vorhaben und Bilder von ihm als entspannten Hund.) Am nächsten Morgen meldete sich die Frau: "Ich bin total wütend und habe Angst, jemandem etwas anzutun, so wütend bin ich!" Auf Nachfrage stellte sich heraus - der Hund war seit gestern Abend vollkommen ruhig und entspannt und weil sie sich jetzt nicht mehr mit dem Verhalten des Hundes beschäftigen und darauf einwirken konnte, kamen die eigenen Themen der Aggression zum Vorschein. Der Hund hatte einfach versucht, ihr die Freude und Bewegung zu spiegeln, die sie nicht mehr lebte und weil sie es nicht verstanden hatte, hatte er dem bis hin zur Obsession immer mehr Ausdruck verliehen. 

Die junge Frau blieb und kam auch ein zweites Mal wieder. Sie lernt, ihren Hund als Spiegel zu lesen, wird wieder lebendig und hat einen fröhlichen Hund, der die Herzen aller Teilnehmer eroberte. Hier eine Aufnahme, auf der sich ein anderer Hund sehr deutlich ausdrückt und mit mir mental kommuniziert. Ich dolmetsche dies dann der Frau.

Neben den Hunden, die als Spiegel fungieren, gibt es Hunde, die eher eine tragende Rolle einnehmen. Hunde, die genau spüren, dass der Mensch mit dem sie leben, zuerst eine Basis braucht für den nächsten wichtigen Schritt und ihn deshalb einfach in allem stützen, was er braucht.
Oft berichten Menschen, die bereits mehrere Hunde hatten, dass einem stark herausfordernden Hund zuvor ein tragender, ruhiger Hund vorausgegangen ist.

Ich betrachte mich also eher als Dolmetscherin der Hunde in Bezug auf den Menschen und arbeite gern Hand in Pfote mit ihnen. 

In diesem Seminar geht es um Dich. Du bist hier das Zentrum. Gemeinsam wollen wir Wegweiser zu Deinen Ressourcen suchen, denn wenn Du Deine Richtung wieder findest - findest Du auch immer einen gangbaren Weg.
Ich freue mich bereits jetzt von Herzen auf Dein Kommen. 

Wenn Du Deinen Hund als Unterstützung oder Aussage für Dich mitbringen möchtest, fühle hin, ob es ihm gut gehen wird, wenn Du an Dir arbeitest und in solche Prozesse gehst. Wir werden viele Übungen machen, bei denen die Hunde nicht dabei sein können. 
Wenn Du keinen Hund hast, oder je hattest, bist Du genauso herzlich willkommen, denn jeder Mensch trägt seinen Kompass in sich selbst und unter anderem haben mich Hunde gelehrt, seine Navigation zu verstehen. 

Ich bin gern an Deiner Seite.

HerzlichMaja

Anmeldung ab 1.12. hier:
24. April 2019 - 28. April 2019
15. Mai 2019 - 19. Mai 2019
17. Juli 2019 - 21. Juli 2019

14. August 2019 - 18. August 2019

Seminarort: 

Haus am Waldsee 
Neuendorfer Straße 3a 

16909 Wittstock OT Gadow 
 

Übernachtungen sind

direkt im Seminarhaus

möglich und hier zu erfragen:

sarah.neuendorf@hotmail.de