Traumaseminar vom 24.-26. März 2017

 

Trauma entsteht, wenn man einer sich lebensbedrohlich anfühlenden Situation weder durch Flucht, noch durch Kampf entgehen konnte und das Gefühl der Lebensbedrohung als Energie stecken blieb - sich also nicht (z.B. durch Zittern oder Ausagieren) entladen konnte. 

So eine Situation kann ein einmaliger Vorfall, wie z.B. ein Unfall, ein Überfall, eine Operation usw. sein. Aber auch ein langwährender Zustand, wie seelischer und/oder körperliche Missbrauch. Dazu gehören unter anderem die Ausnutzung der kindlichen Abhängigkeit durch Dritte,  Gefangenschaft usw. All das kann Trauma bewirken.

Um mit dieser Störenergie, die im Körper verblieben ist, weiter zu leben - findet eine Abspaltung statt, die sich dann häufig nur noch in einem bestimmten Körperbereich ausdrückt.

Im folgenden Video sieht man es sehr deutlich an den Füßen der Frau, die im Schulmedizinischen Sinne an keiner Krankheit leidet. Nicht immer ist die Abspaltung jedoch äußerlich sichtbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sucht ist ein häufiges Hilfsmittel, mit dem wir uns dann instinktiv in einer selbst kreierten Betäubung halten und so für diese Zeit einen vermeintlichen inneren Frieden spüren. Auch Haustiere greifen darauf immer öfter zurück, wenn sie seelische Beschädigungen haben.

Abspaltung der Traumaenergie

Das eine Ding

Ich konnte inzwischen viele Videoaufnahmen darüber sammeln, wie Hunde therapeutisch wirksam werden. Ihre sensible und kenntnisreiche Herangehensweise hat gezeigt, wie wichtig es ist, als Therapeut sein Gegenüber stets im Hier und Jetzt anzufühlen und es einfach zu einem nächsten gangbaren Schritt einzuladen. Alle nur angelernten Theorien und Praktiken können sich destruktiv auswirken, wenn sie die Realität des Gegenübers nicht auf- und wahrnehmen. Diese Wahrnehmung verlangt die eigene Authentizität des/der Therapeuten. 

Von der Erstarrung in die eigene Kraft - Hunde als Lehrmeister für Therapeuten 

Ich arbeite nach dem Vorbild der Hunde mit dem "Pendeln". Das bedeutet ein Hin und Her Pendeln zwischen den durch Trauma destruktiv manifestierten Verhaltensweisen und der ursprünglich innerlich angelegten Möglichkeit, sich mit dem Leben auseinander zu setzen . Dazu ist eine sehr genaue Beobachtungsgabe und ein gutes Gefühl für das Gegenüber nötig. Ich arbeite hier (wie stets in meiner Arbeit) vollkommen intuitiv.  Nur so kann ich Zusammenhänge erspüren und spontane Schritte entwerfen, die das Ankommen im Hier und Jetzt bei meinem Gegenüber in all seinen Potentialen heilend unterstützen.

Wie zeigt sich Trauma - Nachgeholte Flucht - Heilung

Nach meiner Erfahrung verbleiben bei vielen Menschen trotz einer Trauma-Energie Auflösung destruktive, blockierende Glaubenssätze und Handlungen, die ein kraftvolles, befreites Inneres verhindern. Es sind dies Strategien, die zu der Zeit hilfreich zum Überleben waren, als wir uns in Gefahr fühlten. War z.B. Nähe gefährlich, haben wir Strategien entworfen, uns davor in Sicherheit zu bringen. Diese Strategien verbleiben leider als manifestierter Teil unserer Persönlichkeit in uns, auch wenn wir schon lange nicht mehr gefährdet sind. So können wir dann nicht wahrnehmen, dass diese Glaubenssätze gar nicht mehr der aktuellen Situation entsprechen. Sie leben uns.
Um im Beispiel der bedrohlich erlebten Nähe zu bleiben, wird ein Mensch mit diesem Hintergrund immer wieder ähnliche Strategien verwenden, um echte Nähe zu vermeiden und dafür instinktiv Verbindungen eingehen, die ihn nicht ängstigen. Zum Beispiel eine Paarbeziehung, die aus der unbewussten Verabredung besteht:  "Du bestätigst mich darin, dass ich richtig bin - ich bestätige Dich darin, dass Du richtig bist, weil ich mich mit mir nicht richtig fühle."  Als Vermeidung echter Nähe könnte dieser Mensch zum Beispiel die Abwehr der Ironie einsetzen, eine Betäubung durch Suchtmittel, Streit, Wut, Abwertung des anderen.

Es gilt also, zurück zu dem Punkt zu gehen, an dem diese unbewussten Strategien starten und sie dort als falschen Glaubenssatz zu enttarnen und aufzulösen. Erst dann ist tatsächlich ein kraftvolles eigenes Sein und Wirken möglich.

Das nächste Trauma Seminar vom 24.-26. März 2017 ist ausgebucht.