Die Liedermacherin

 

(Tagesspiegel)

Die Liedermacherin Maike Nowak, eine der einprägsamsten, intensivsten Künstlerinnen aus dem Osten, wurde durch ihre provokante, unangepaßte Art, poetische Texte, sinnliche Musik und ihre unverwechselbar ausdrucksvolle Stimme bekannt. Sie blieb die einzige weibliche Künstlerin, die sich mit eigenen Texten und Kompositionen behauptete. Sie setzte sich engagiert gegen politische und menschliche Mißstände ein, ohne dabei auf ihren eigenen Stil der Poesie und des Humors zu verzichten.

 

1981-91 in Ostdeutschland

Maike Maja Nowak gründete 1981 die Gruppe "Kieselsteine" und damit eine einzigartige Form von Liedtheater in Ostdeutschland. Sie stand mehrere Jahre mit einem Duo-Programm mit dem Liedermacher, Norbert Bischoff, auf der Bühne und trat neben Soloauftritten ("Die Welt ist zu klein, um abzuhauen") in mehreren Besetzungen auf. So unter anderem mit ihrem Programm: "Ich freue mich auf Gestern" mit Rolf Hammermüller am Piano und mit der Gruppe "Herzsprünge" der letzten Formation in dieser Zeit.

 

1991-1997 in Russland

1991 begann Maike Maja Nowak, die große russische Dichterin Marina Zwetajewa zu vertonen. "Es war nicht die Frage, ob ich das möchte, oder nicht. Ich mußte nach dem Lesen ihrer Gedichte einfach Musik dazu schreiben, damit ich singen kann, was so tief aus mir selbst zu kommen scheint." (M.Nowak)Um die Intensität der Dichterin einfangen zu können, entschloss sich Maike Maja Nowak für ein Jahr nach Russland zu gehen. In Moskau, mietete sie eine Wohnung, lernte Menschen und Kultur kennen, ging auf die Spurensuche nach Marina Zwetajewa und komponierte den Zyklus: "Raubst mir nicht die lebendige Seele", erschienen im conMedia Verlag Köln. 1994 wurde sie in Moskau beim größten Lied-Komponisten-Festival mit dem Hauptpreis geehrt. Sie wurde bekannt in Funk-und Fernsehen und gastierte mit ihrem gleichnamigen Programm in den Konzerthäusern Russlands.

Rezension aus der russischen Zeitung: "Der Ruf"

Maja, wir danken Ihnen Ihnen, dass Sie so talentvoll sind, wie ein Licht in der Dunkelheit. Wenn Sie singen, erinnern sich Menschen daran, dass es noch Sterne, Schönheit und starke Gefühle gibt.

(N. Schorochowa)

 

1997-2000 in Deutschland

1997 kehrte Maike Maja Nowak für ein 5-wöchigen Gastspiel im Spiegelzelt der BJV nach Berlin zurück und trat unter dem Künstlernamen Adriana Lubowa auf. Ihr Programm: "Lieder kurz nach dem Glück" mit dem Pianisten Matthias Binner, dem Geiger Wolfram Korr und dem Chellisten Adrian Jones. Die Produktion übernahm die Bar jeder Vernunft in Berlin. Eine gleichnamige CD erschien im John Sylver Verlag. Die Arrangments schrieb Johannes Roloff (Geschwister Pfister), Aus dem geplanten kurzen Abstecher nach Deutschland wird eine Rückkehr. Eine zweijährige Konzerttournee durch Deutschland schloß sich an.

Am 17. Februar 1999 hatte die zweite Produktion "Razzia im Paradies" im BKA Berlin seine Uraufführung und lief dort 9 Wochen mit sich anschließenden Gastspielen bis 2000.

 

Zeitungsstimmen:

Freude und Schmerz liegen in ihren Liedern direkt aufeinander.(Der Spiegel)
 

Die Stimme ist ein Klangerlebnis. Nicht nur, dass ihr kraftvolles Timbre den Saal vibrieren läßt, auch kann sich das Publikum Kraft ihrer Gefühlsstärke einer Gänsehaut nicht entziehen. (Der Tagesspiegel)
 

Sie mag die große Geste, die raffinierte Körpersprache, den Flirt mit dem Publikum, genauso wie Clownerie. Sie beherrscht das Spiel perfekt. Diese Frau ist ein Geheimnis, das man nicht entschlüsseln möchte, so schön ist es. (Berliner Zeitung)
 

Ihre Balladen um Liebe und Leben klingen wie Gott gegeben.(Berliner Morgenpost)
 

Sehr stark, sehr berührend diese Frau. Faszinierend pur.(Süddeutsche Zeitung)
 

Man denkt an die großen Frauen dieses Genres, an Zarah Leander oder Marlene Dietrich. Aber die Lubowa ist kein Plagiat, sondern eine sehr eigenständige Musikerin. Kaum einer der Zuschauer wird von dem verwirrenden Charisma der Diseuse ungerührt geblieben sein.(FAZ)